GRAFFITI von New York nach Nürtingen

GRAFFITI von New York nach Nürtingen

24. April 2022 – 18. September 2022

Philadelphia und New York, Anfang der 1960er-Jahre: CORNBREAD, TAKI 183, EVA 62 und viele andere kritzeln ihre Spitznamen in ihren Städten auf die Wände. Sie ahnen nicht, dass das der Beginn eines weltweiten Wettbewerbs ist. Als Sprühdosen und Bahnwaggons ins Spiel kommen, sprengt die Kreativität sämtliche Grenzen. Die immer aufwändigeren Buchstaben bekommen Hintergründe, Figuren und Widmungen. Herkunft, Aussehen, Geldbeutel und Schulabschluss spielen beim Graffiti Writing keine Rolle mehr – Ruhm erntet, wer die meisten Tags verteilt oder die aufwändigsten Pieces sprüht. Längst hat sich eine Subkultur entwickelt, die ebenso vielfältig und widersprüchlich ist wie die Gesellschaft, zu der sie gehört.

Tags, Throw-ups und Pieces sammeln sich auf Stromkästen, in Bahnunterführungen und auf Zügen. Sie mischen sich unter Aufkleber, Werbeschilder und gekritzelte Liebesbekundungen. Sie tauchen unvermutet und illegal auf – genauso können sie als legale Aufträge gut bezahlt werden. Hinter den tanzenden Buchstaben stehen Writer*innen und Crews, die nach ihren eigenen Regeln ein Netzwerk über die ganze Stadt spannen. Die Sonderausstellung taucht ein in die Geschichte des bunten Aerosol-Sprays und zeichnet ihren Weg von den New Yorker Anfängen bis in die Nürtinger Gegenwart nach. Was hat es mit den Sprühdosen selbst auf sich? Wie wird ein Piece eigentlich entfernt? Und was ist heute von all dem geblieben?

#fromNYtoNT

Öffnungszeiten
Di, Mi, Sa 14.30-17 Uhr
So 11-18 Uhr

Eintritt
Erwachsene 2 €, ermäßigt 1€, Familie 4€
Führung zzgl. 20€

VORSCHAU
Glück im Schuh. Mörikes „Stuttgarter Hutzelmännlein“ in Nürtingen

Juli – September

„Der Ort ist mir halb heimatlich“, schrieb Mörike über Nürtingen. Er wählte die Stadt zum Schauplatz seines Märchens. Wie Mörike Nürtingen und seine Mühle wohl kannte? Was hat es mit des Helden Seppes Wanderschaft auf sich? Und: Welche Rolle spielen die Glücksschuhe im Märchen – und verstehen wir heute noch das gleiche unter Glück?