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Pressespiegel

Nürtinger Zeitung 26.03.08

Museumscafé erfreut sich großer Beliebtheit

Mitgliederversammlung des Fördervereins Stadtmuseum diskutierte neue Projekte – Arbeitskreise hoffen auf Unterstützung


NÜRTINGEN (pm). Der Förderverein Stadtmuseum Nürtingen hat im vergangenen Jahr einiges in Bewegung gebracht und die Attraktivität des Museums durch Initiativen wie das sonntägliche Museumscafé sowie ein anspruchsvolles museumspädagogisches Programm, das von Mitgliedern des Fördervereins ehrenamtlich angeboten wird, deutlich erhöht. Dass der Verein dieses Angebot nicht nur fortführen will, sondern neue Projekte in Planung hat, wurde jüngst auf der diesjährigen Mitgliederversammlung im Stadtmuseum deutlich.

Zunächst warf Petra Garski-Hoffmann, die Erste Vorsitzende des Vereins, in ihrem Rechenschaftsbericht einen Blick zurück. Der auf der Mitgliederversammlung im Dezember 2006 gefasste Beschluss, die Arbeitskreise Museumspädagogik, Museumscafé sowie Öffentlichkeitsarbeit und Sponsoring zu gründen, wurde zügig umgesetzt.

Die Nachfrage nach den drei museumspädagogischen Angeboten für die Grundschulen zu den Themen „Römer“, „Mittelalter“ und „Vom Schaf zur Wolle“ war sehr groß und auch das Begleitangebot zur „Rulaman“-Sonderausstellung, das vom Förderverein auf die Beine gestellt wurde, fand rege Nachfrage. 765 Kinder besuchten in 41 Gruppen die Ausstellung. Für das zweistündige Programm, bestehend aus Führung und steinzeitlichen Praktiken, gab es von Schulen und Kindergärten viel Lob.
Mindestens ebenso positiv war die Resonanz auf das Sonntagscafé in der Museumsscheune und auf dem Vorplatz, das von Mai bis September mit selbstgebackenen Kuchen und Torten aufwartete. Der Cafébetrieb brachte nicht nur Geld in die Vereinskasse, sondern stellte für viele Nürtinger, besonders die Anwohner und Radfahrer, eine Belebung des Wörth-Areals dar.

Auch die Arbeit des Arbeitskreises Sponsoring und Öffentlichkeitsarbeit zeigt Erfolge: Zur Spende der Firma Metabo in Höhe von 3000 Euro sind inzwischen noch weitere Spenden gekommen „und zwei größere Summen wurden uns für das laufende Jahr konkret in Aussicht gestellt“, verriet Petra Garski-Hoffmann. Die Gelder sollen vorwiegend für die im Zuge der Überarbeitung der Dauerausstellung geplanten interaktiven Medien eingesetzt werden, mit denen man besonders die jüngeren Besucher ansprechen will. Dem Rechenschaftsbericht der Vorsitzenden folgte der Finanzbericht von Schatzmeisterin Lydia Rambold. Dank der Einnahmen aus dem Museumscafé, den steigenden Mitgliederzahlen und den Spendeneinnahmen entwickelt sich die Vereinskasse sehr zufriedenstellend. Die Entlastung der Vorstandsmitglieder erfolgte einstimmig.
Lebhaft diskutierten die Mitglieder die geplanten Projekte. Dabei wurde eines deutlich: An Ideen und Engagement fehlt es nicht. „Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht zu viel zumuten“, waren sich die meisten Mitglieder einig. Durch gezielte Werbung und öffentliche Aktionen sollen noch mehr Vereinsmitglieder geworben und zur Mitarbeit animiert werden.
nFörderverein plant Internetauftritt
Zu den Projekten, die bereits in Vorbereitung sind, gehört die Einrichtung einer Vereins-Homepage. Zeitgleich mit der überarbeiteten Dauerausstellung im Erdgeschoss soll sie Ende des Jahres präsentiert werden. Das museumspädagogische Angebot wird trotz der Ausstellungsüberarbeitung fortgeführt. Erste Anmeldungen für die Halbtagsprogramme, die zum Großteil in der Museumsscheune stattfinden und für die man daher auf wärmere Temperaturen angewiesen ist, liegen vor. Außerdem soll das in Vorgesprächen andiskutierte Jugendbegleiterprojekt konkretisiert werden.
Gerne würde der Verein sein museumspädagogisches Angebot auch auf die weiterführenden Schulen ausweiten. Vorgespräche mit Realschullehrern wurden schon geführt und interessante Ideen entwickelt. Man will das Jahr aber dazu nutzen, mit den Schulen Gespräche zu führen, um den konkreten Bedarf zu ermitteln und längerfristig ein Programm zu entwickeln.
Freuen dürfen sich auch die „Schleckermäulchen“ unter den Museumsfreunden: Das provisorische Sonntagscafé öffnet im Frühjahr wieder jeden Sonntag die Scheunentore. Der Café-Betrieb ist zwar mit erheblichem Personal- und Zeitaufwand verbunden, doch die Resonanz war so positiv, dass die Mitglieder alles daransetzten, die regelmäßige Bewirtung zu sichern. „Wir hoffen, dass ein Museumscafé im neugestalteten Wohnpark Wörth seinen festen Platz findet“, so die Organisatorinnen. „Die Verzahnung von Museumsbetrieb und Café ist sinnvoll und zeitgemäß. Sie hat sich in anderen Städten bewährt und trägt gleichermaßen zur Attraktivitätssteigerung des Wörth-Areals wie des Museums bei.“
Anschließend stellte Museumsleiterin Wagner-Gnan ihr Zukunftskonzept für das Stadtmuseum vor und informierte über den Stand der Überarbeitung der Dauerausstellung.
Wer sich in einem der Arbeitskreise engagieren oder dem Förderverein beitreten möchte, ist herzlich willkommen. Auskunft erteilen Museumsleiterin Angela Wagner-Gnan, Telefon (0 70 22) 3 63 34, und Petra Garski-Hoffmann, Telefon (0 70 22) 4 80 60.